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Der Garten

Ein Ort der Inspiration, des Nutzens und der Ruhe

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Karin-am-Ufer-Aquarell-Carl-Larsson-1908.

KARIN AM UFER. Aquarell, Carl Larsson, 1908.

Karin steht nachdenklich in ihrem geliebten Garten und blickt mit der Hand an der Wange in ihrer typischen Geste über das Wasser. Die Beete sind voller Blumen, und im Küchengarten wachsen schwedisches Gemüse Seite an Seite mit französischen Pflanzen, die sie aus Grez-sur-Loing mitgebracht hat. Mit Hilfe der Kinder und der „Hofarbeiter“ pflegt sie den Garten. Jede Pflanze wird sowohl nach Schönheit als auch nach Nutzen ausgewählt, und das Gemüse ist eine willkommene Ergänzung für den Haushalt. Hier findet Karin auch einen Moment für sich selbst – etwas, das in der großen Familie selten ist.

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FOTO: Carl Larsson-gården, 1913.

Frühjahrsarbeit im Küchengarten von Lilla Hyttnäs. Karins Interesse am Anbau war groß. Hier wird gerade gearbeitet. Die Gruppe pflanzt, während zwei Hunde neugierig zuschauen.

Anbau und Ernte
in Karins Garten

Als leidenschaftliche Gärtnerin sind Karins Gemüsebeete ein wichtiger Teil des Gartens. Hier wächst alles von Möhren und Kartoffeln bis hin zu Erbsen und Bohnen. Die Pflanzen tragen zur Küche des Haushalts bei und spiegeln ihr Interesse an einem einfachen und selbstversorgenden Lebensstil wider. Neben den essbaren Pflanzen baut Karin Kräuter wie Rosmarin, Thymian und Salbei an, die wegen ihrer aromatischen Eigenschaften verwendet werden.

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TRÄDGÅRDS-ERIK. Aquarell, Carl Larsson, 1912.

In Lilla Hyttnäs wurde reichlich Gemüse angebaut. Karin erledigte einen Großteil der Gartenarbeit, erhielt aber Hilfe von Erik Kvarnberg, der hier im Küchengarten einen Spatenstich macht. Einige Jahre später übernehmen Erik und seine Frau Hilma die Landwirtschaft in Spadarvet und ziehen in das Haus, das heute „Kvarnbergs stuga“ genannt wird. Im Hintergrund sind das Große Haus, das Pumpenhaus Källan, das Härbre und die Bäckerstube zu sehen.

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Carl-Larsson-garden-Lilla-Hyttnas-Sundborn-Garten-Gemüse-Kräuter
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DIE SELTSAME PUPPE. Aquarell, Carl Larsson, 1917.

Das Gemälde zeigt ein Mädchen zu Besuch in Sundborn. Im Arm hält sie eine kleine Puppe, und vor ihr steht die Gießkanne noch da, als hätte jemand die Anpflanzungen im Hintergrund gegossen.

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KERSTIS GEBURTSTAG. Aquarell, Carl Larsson, 1909.

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FERIENLEKTÜRE. Aquarell, Carl Larsson, 1916.

Der Garten als
schöpferischer Raum

Auch im Garten sehen wir, wie Karins kreativer Ausdruck und ihre Leidenschaft für das Natürliche Raum gewinnen. Für sie wird der Garten mehr als nur ein Ort für Pflanzen und Blumen. Er ist eine Erweiterung ihrer künstlerischen Welt. In der erdigen, duftenden Umgebung erkundet sie Farben, Formen und Muster. Hier im Garten, umgeben von ihrer Blütenpracht, schafft sie einen Ort der Entspannung, Kreativität und Familiengemeinschaft.

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FOTO: Carl Larsson-gården, 1904.

Brita, Lisbeth, Olga Palm und Kersti versammeln sich um den Tisch im sonnigen Garten. Es ist für Suppe gedeckt, und sie lesen gemeinsam von einem Papier – vielleicht eine Liste der erwarteten Gäste. Der Sommer in Lilla Hyttnäs blüht um sie herum.

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FOTO: Carl Larsson-gården, 1904.

Die Familie Larsson am Mühlsteintisch im Garten von Lilla Hyttnäs. Carl sitzt umgeben von Karin und den eigenen Kindern sowie den Freunden der Kinder – Kersti, Pontus, Olga Palm, Esbjörn, Lisbeth, Leontine, Karin, Brita und Carl. Auch einer der Hunde der Larssons ist dabei.

Einladungen, Gäste
und Festlichkeiten

Karins Zeit ist eine Zeit des Wirtschaftens, und neben der großen Familie laden Carl und Karin gern zu Abendessen und Festen ein. Beide haben gern viele Menschen um sich, ziehen es aber vor, dass die Freunde zu ihnen kommen, damit sie selbst nicht zu allen möglichen Feiern laufen müssen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass man draußen im Garten sitzt und isst. Ein Gast verabschiedete sich mit den Worten: „⁠Es ist wahrlich wie ein Märchen, bei Carls Larssons auf einer grünen Wiese zu sitzen und weißen, sommerlichen Wein zu trinken.⁠“

Carl und Karin Larssons zerzauster und eigenwilliger Garten wurde in vielen der Kunstwerke abgebildet, die das Paar schuf, und über Generationen hinweg hat er die schwedischen Wohnhäuser beeinflusst.

Der weltberühmte Garten wurde im Sommer 2014 rekonstruiert. Die Gartenmöbel in satten Farben, die Carl und Karin entworfen haben, stehen wieder an ihrem Platz, und das besondere Steinmobiliar, das unter vielen Erdschichten verborgen lag, wurde freigelegt.

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FOTO: Carl Larsson-gården, 1907.

Eine Sommereinladung im Garten bei Lilla Hyttnäs. Die Sonne scheint, und die Gesellschaft nimmt den Kaffee im Schatten der Bäume auf der Rückseite des großen Hauses ein. Karin, in einem gestreiften Kleid, serviert Kaffee für eine große Schar Gäste. Carl steht rechts in heller Kleidung.

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SOMMER IN SUNDBORN. Aquarell, Carl Larsson, 1913.

Lisbeth sitzt auf einem roten Stuhl aus dem Esszimmer. Sie ist umgeben von der üppigen Blütenpracht des Gartens bei Lilla Hyttnäs. Mohn, Pfingstrosen und andere Sommerblumen füllen das Beet, während die weiße Brücke und die grüne Bank am Wasser den Blick weiterführen und der Komposition ihre Tiefe geben.

Karins Blumenwiese

Der Garten ist voller Blumen, jede einzelne ausgewählt nach Farbe, Duft und Form. Rosen mit sowohl sanft romantischem als auch wilderem Ausdruck leuchten in verschiedenen Nuancen und verleihen dem Garten ein Gefühl zeitloser Schönheit. Mohn mit seinen leuchtend roten Blüten schafft Kontraste und lebendige Muster. Lilien mit ihren großen Blüten und der intensive Duft von Lavendel bringen ein Gefühl von Ruhe und Frieden. Die Blumen sind mehr als nur Dekoration; sie sind ein wichtiger Teil von Karin Larssons Leben und Ausdruck. Jede Blume hat ihren Platz im Garten und in ihrem Herzen.

Das Leben auf Bullerholmen

Die Familie Larsson sieht Bullerholmen als eine Erweiterung des Gartens. Gern nehmen sie Essen, Teller, Besteck und sogar Schnapsgläser sowie Möbel mit auf die Insel, um die Natur zu genießen und vor neugierigen Besuchern ihre Ruhe zu haben. Dort verbringen sie sommerliche Tage gemeinsam in Ruhe und Abgeschiedenheit.

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KREBSEFANG. Aquarell, Carl Larsson, 1897.

Die ganze Familie Larsson ist versammelt, mit Suzanne und Karin im Vordergrund. Die roten Krebse liegen auf der Platte, die Schnäpse stehen bereit, und am Wasser fischen die Kinder weiter, während die Reusen im Boot gefüllt werden. Der Kaffee kocht über dem Feuer, Brot und Käse sind aufgedeckt. Eine Tradition, die fortlebt, wenn die Verwandtschaft zum jährlichen Familientreffen zusammenkommt.