IN DER KIRCHE. Aquarell, Carl Larsson, 1905
Im Gemeindehaus der Kirche in Sundborn befindet sich eine einzigartige Sammlung von Porträts, die von Carl Larsson gemalt wurden. Die Gemälde zeigen Menschen aus der Region und sind ein wichtiger Teil des kulturellen Erbes von Sundborn. Carl schenkt die Sammlung 1916 der Gemeinde Sundborn, um die Kunstwerke für die Nachwelt zu bewahren und um die Menschen aus der Region zu ehren.
SELBSTPORTRÄT. Öl, Carl Larsson, 1916.
Carl Larssons Selbstporträt gehört zu der Sammlung, die Carl 1916 der Gemeinde Sundborn schenkt. Die Porträtsammlung schmückt das Gemeindehaus der Kirche von Sundborn.
Im Gemeindehaus von Sundborn werden zwölf von Carl Larsson gemalte Porträts gezeigt, die Personen darstellen, die sich Anfang des 20. Jahrhunderts für das Leben und die Entwicklung des Dorfes engagiert haben. Hier finden sich die Handwerker und Richter der Gemeinde sowie Pfarrer, Schöffen und andere führende Persönlichkeiten – alle, die Larsson ehren wollte. Darunter Pfarrer Pettersson, Oberstleutnant Linderdahl, Maler Persson und der Landwirt und Richter Forsberg aus Sandsberg.
Fünf 1915 gemalte Porträts werden im Mai 1916 der Kirchengemeinde Sundborn gestiftet. Auf Anfrage malt Larsson 1916 sein Selbstporträt sowie die Porträts des Tischlers Arnbom (1915) und des Malers Persson (1913). Im Frühjahr 1918 ergänzt er die Sammlung um drei weitere Porträts von Personen, die seiner Meinung nach in eine vollständige Sammlung „verdienter Gemeindemitglieder“ gehören sollten.
Die Porträts zeigen Menschen, die wichtige Funktionen in der Dorfgemeinschaft innehatten, und sind sowohl eine Geschichtsstunde als auch eine Hommage an Freundschaft und Gemeinschaft. „Alle sind meine Freunde“. Heute ist die Sammlung Eigentum der Gemeinde Falun und bietet einen einzigartigen Einblick in das Leben in Sundborn um die Jahrhundertwende 1900.
Geöffnet im Sommer 2026: 6. Juli–31. Juli, 12–16 Uhr. Freier Eintritt.
Bitte beachten Sie, dass das Gemeindehaus bei Gedenkfeiern für Besucher geschlossen sein kann.
Die Porträts zeigen die Handwerker und Führungspersönlichkeiten der Gemeinde, die sich für die Verwaltung und das gesellschaftliche Leben des Dorfes eingesetzt haben.
Carl Fredrik Pettersson
Der Pfarrer, 1905
Carl Oskar Persson
Der Maler, 1913
Hans Arnbom
Der Tischler, 1915
Erik Eriksson
Der Schmied, 1915
Fredrik Forsberg
Der Bauer, Richter und Soldat, 1915
Pontus Linderdahl
Der Vorsitzende der Gemeindeversammlung und Oberstleutnant, 1915
Daniel Wretling
Der Schöffe und Bezirksvorsteher, 1915
Carl Fredrik Steinholz
Der Vorsitzende des Gemeinderats, 1915
Carl Larsson
Selbstporträt, 1916
Hans Svedberg
Der Kronvogt, 1918
Samuel Söderberg
Der Reichstagsabgeordnete, 1918
Gustav Hedström
Der Küster und Schullehrer, 1918
PFARRER C.F. Pettersson. Öl, Carl Larsson, 1905.
MALER CARL OSKAR PERSSON. Öl, Carl Larsson, 1913.
TISCHLER HANS ARNBOM. Öl, Carl Larsson, 1915.
SCHMIED ERIK ERIKSSON. Öl, Carl Larsson, 1915.
RICHTER FREDRIK FORSBERG. Öl, Carl Larsson, 1915.
Bei der Eröffnung der Kunsthalle Liljevalchs am 1. März 1916 nimmt Carl Larsson zusammen mit Anders Zorn und Bruno Liljefors teil. Dort zeigt er die Porträts von vier Handwerkern sowie der Schöffen Linderdahl, Steinholz und Wretling. Die drei Schöffen werden im Ausstellungskatalog als zur „Kirchengemeinde Sundborn“ gehörend aufgeführt.
Carl Larsson schreibt:
„Wir Landbewohner brauchen wirklich sowohl Gott, Kirche als auch Pfarrer. Wir sehen Gottes Wunder aus nächster Nähe, jeden Tag, und wir fühlen uns völlig abhängig von seiner Gnade und seinem Segen.
Die Kirche von Sundborn ist ein kreuzförmiges Holzgebäude aus dem Jahr 1755, das an der Stelle errichtet wurde, an der sich seit Anfang des 17. Jahrhunderts ein früheres Kirchengebäude befand. Die Kirche liegt malerisch am See Toftan und ist ein zentraler Teil der Geschichte und des kulturellen Erbes der Region.
Bei einer umfassenden Renovierung im Jahr 1905 leitet Carl Larsson die innere Umgestaltung der Kirche, indem er das Interieur farblich gestaltet und dekoriert. Auffällige Elemente sind Altar-Engel, ein Gemälde von Johannes dem Täufer sowie Wanddekorationen in Form von Kieferntrieben und zahlreichen Blumengirlanden. Unter den dekorativen Motiven ist die sogenannte „Engelsmalerei“ über dem Altar hervorzuheben.
Carl Larsson liegt auf dem Friedhof von Sundborn begraben, zusammen mit seiner Frau Karin Larsson und anderen Familienangehörigen. Das Grab ist Teil der kulturhistorischen Umgebung der Region und verbindet das Leben, Werk und die Heimatverbundenheit des Künstlers mit Sundborn.
Wird die Dürre zu lang, kriechen wir brav zum Gebetbuch, und läuft alles nach unserem Wunsch – einigermaßen, denn zufrieden werden wir nie – so singen wir gerne ein Loblied.
„Als unsere kleine Kirche für einige Wochen wegen Renovierungsarbeiten geschlossen war, war die ganze Gemeinde wie ein Lappen – da sieht man, wie notwendig die Kirche auf dem Land ist – sagte Karin.“
SUNDBORNS ALTE KIRCHE. Aquarell. Carl Larsson, 1896.
IN DER KIRCHE VON SUNDBORN. Aquarell. Carl Larsson, 1905.