DIE HÜTTE. Aquarell, Carl Larsson, 1894.
Carl Larssons Bücher sind zeitlose Dokumente eines Künstlerlebens, das die schwedische Kultur veränderte. Mit seinen warmen Aquarellen und persönlichen Darstellungen des Lebens in Sundborn erzählt er von Familie und Alltag. Gemeinsam gestalten das Paar das Heim Lilla Hyttnäs zu einem künstlerischen Ganzen – Karin durch ihre Textilien, Möbel und Farbgebung, Carl durch seine Gemälde. Lilla Hyttnäs ist ein zentraler Bestandteil der schwedischen Kulturgeschichte, der bis heute inspiriert.



Carl Larssons Bücher bieten einen einzigartigen Einblick in sein künstlerisches Schaffen, sein Leben und seine Visionen. Durch diese Werke sehen wir, wie Carl Larsson und Lilla Hyttnäs zu einem zentralen Bestandteil der schwedischen Kulturgeschichte geworden sind und bis heute inspirieren.
DIE MEINEN. Aquarell, Carl Larsson, 1893.
Carl stellt seine Familie 1893 außerhalb des Hauses in Sundborn dar. Karin trägt den roten Schal mit Kugeln über den Schultern und ist von den Kindern umgeben. Das Werk leitet eine markante stilistische Umwandlung in Larssons Malerei ein. Im Aquarell arbeitet er mit einem dekorativen Stil mit „nur Konturen und einfachen Farbflächen“. Ein Ansatz, der seine zukünftige Produktion und Darstellung des modernen schwedischen Heims prägt.
Im Buch „Die Meinen“ werden Carl Larssons Familie und sein Zuhause in Lilla Hyttnäs, Sundborn, dargestellt. Mit Humor, Nähe und alltäglichen Momenten hebt das Buch hervor, was dem Künstler am wichtigsten ist – die Familie, die Meinen. Durch persönliche und detailreiche Illustrationen lädt Carl Larsson den Leser in den Familienalltag ein. Das Zuhause steht im Mittelpunkt, und Karin wird sowohl als Herz der Familie als auch als Larssons künstlerische Seelenverwandte dargestellt.
Das Buch wird zu einem wichtigen Schritt in Carl Larssons künstlerischer Entwicklung. Indem er seine Familie und das Leben im Haus zeichnet, findet er einen Ausdruck, der sich nah und echt anfühlt. Das Buch zeigt, wie er Inspiration im Alltäglichen findet und die Liebe zur Familie zu einem zentralen Teil seiner Kunst werden lässt.
DIE VERANDA. Aquarell, Carl Larsson, 1896.
Der Hund Capo liegt vor der Veranda. Capo war der Liebling der ganzen Familie. Der Sohn Ulf schreibt in einem Aufsatz: „Welcher Rasse er war, kann ich nicht sagen, aber er ähnelte dem Stöberhund sehr, wenn auch gröber und stärker als dieser.“ Über der Tür ist die Inschrift „Sei willkommen, liebe Du, bei Carl Larsson und seiner Frau“ zu sehen.
In „Ein Heim“ öffnet Carl Larsson die Tür zum Familienleben in Lilla Hyttnäs. Es wird ein Wendepunkt, da er das Persönliche und Echte hervorhebt – etwas, das sich von den Idealen der damaligen Zeit unterscheidet.
Das Heim ist ebenso sehr Karins Larssons Werk. Sie entwirft die Möbel, wählt Farben und Textilien und schafft eine Umgebung, die von Einfachheit und Funktion geprägt ist. Das Buch wird zu einem gemeinsamen Kunstwerk, in dem sich ihr Formgefühl und sein Pinsel treffen. Es ist bahnbrechend und inspiriert zu einer neuen Sichtweise auf Inneneinrichtung und Familienleben.
Durch „Ein Heim“ wird Carl Larsson weltweit geliebt. Zu seinen Lebzeiten verbreiteten sich die Bilder in Schweden und Deutschland, doch als das Urheberrecht 1969 frei wurde, wurden die Gemälde in Massenauflagen vervielfältigt – oft mit schlampiger Druckqualität und schlechter Farbwiedergabe. Trotzdem erfüllt sich Carl Larssons Wunsch, dass die Kunst unter den Menschen verbreitet wird.
GRATULATION. Aquarell, Carl Larsson, 1899.
Das Gemälde zeigt eine Huldigung am Karin-Tag. Die Tochter Suzanne und einige gleichaltrige Mädchen haben sich als Näcken und seine Töchter verkleidet. Die Familie erfreut sich sehr an Festlichkeiten dieser Art, und Carl Larsson beschreibt in „Ein Heim“, wie die Feierlichkeiten aller Ehrentage bereits um fünf Uhr morgens mit Salut, Gesang und Spiel beginnen.
Das Buch „Larssons“ erscheint als Fortsetzung von „Ein Heim“. Es versammelt 32 Aquarelle, in denen Carl Larsson weiterhin sein Zuhause, seine Familie und das alltägliche Leben in Sundborn darstellt. Er vertieft seine Hommage an Einfachheit, Licht und Familienleben als Kunstmotiv.
Das Buch festigt den Wendepunkt, der in früheren Werken begonnen wurde. Indem er die alltäglichen Momente des Hauses – Möbel, Kinder, helle Räume und Familienleben – dokumentiert, zeigt er, dass Schönheit im Alltäglichen zu finden ist. Er etabliert einen völlig neuen Ausdruck für die schwedische Kunst, in dem das Zuhause sowohl Leben als auch Kunst wird. Mit „Larssons“ lässt Carl Larsson das Zuhause und die Familie zum Herzen seiner Kunst werden – ein Ideal, das weit über seine Zeit hinaus inspiriert.
EINE FEE. Aquarell, Carl Larsson, 1899.
IM WEISSDORNHECKEN. Aquarell, Carl Larsson, 1897.
MITTAGSSCHLAF IM GRÜNEN. Aquarell, Carl Larsson, 1897.



SPADARVET, MEINE KLEINE LANDWIRTSCHAFT. Aquarell, Carl Larsson, 1905.
SPADARVET, MEINE KLEINE LANDWIRTSCHAFT.
Aquarell, Carl Larsson, 1905.
Das Titelblatt des Buches „Spadarvet – Meine kleine Landwirtschaft“. Zwei Kinder spielen mit Tannenzapfen und Dala-Pferden, und die schwedische Flagge weht still in der Mitte. Dahinter wachsen gelbe Lilien und Gänseblümchen vor der grünen Hecke. Die Komposition umrahmt das Thema des Buches, das die Jahresarbeit auf dem Bauernhof Spadarvet schildert.
„Spadarvet“ erscheint als Bilderbuch, in dem Carl Larsson das alltägliche Leben auf dem Bauernhof darstellt. Durch Motive mit Arbeit, Tieren und Natur erweitert er seine Kunst vom Zuhause und der Familie auch auf das Leben im Freien – auf Feldern, in Scheunen und in Gärten.
Das Buch vertieft seine Idee, dass Kunst im Alltäglichen zu Hause ist, sowohl drinnen als auch draußen. Es hebt das Landleben als zentralen Bestandteil des schwedischen Lebensideals hervor, das er darstellt. Gleichzeitig dokumentiert „Spadarvet“ eine Landschaft und eine Lebensweise, die sich im Wandel befindet, was den Gemälden einen kulturhistorischen Wert über ihre künstlerische Qualität hinaus verleiht.
Carl Larsson kauft den Bauernhof Spadarvet neben Lilla Hyttnäs 1897.
VERKLEIDUNG. Aquarell, Carl Larsson, 1908.
Die Töchter Brita, Kersti und Lisbeth suchen ihren kleinen Bruder Esbjörn. Die Kostüme hat Karin für Gemälde mit historischen Motiven genäht, die Carl Larsson im Laufe der Jahre gemalt hat. Die Komposition des Gemäldes wird durch die rote Kaiserkrone im Vordergrund unterbrochen, die dazu beiträgt, dass sich der Betrachter den Kindern nahe fühlt und an ihrem Spiel teilnimmt.
Ein Buch voller heller und fröhlicher Illustrationen, in dem Carl Larsson seine künstlerische Entwicklung und seine Liebe zum Leben in Lilla Hyttnäs zeigt.
„Zur Sonnenseite“ ist genau das, was der Titel andeutet – eine Hommage an das Licht, die Freude und die hellen Momente im Familienleben. „Zur Sonnenseite“ wird ein großer Erfolg und nimmt an mehreren wichtigen Ausstellungen in Europa und an der Panama-Pacific International Exposition in San Francisco 1915 teil, wo Schwedens Kunstabteilung sehr gute Kritiken erhält. Professor Eugen Neuhaus (Mitglied der Internationalen Jury für Auszeichnungen in der Abteilung für Bildende Künste der Ausstellung) schreibt in einer Erwähnung der Ausstellung: „Von allen vertretenen ausländischen Nationen, mit Ausnahme Japans und Chinas, besitzt keine einen so ausgeprägten nationalen Charakter wie die Kunst Schwedens. Ich kann nicht umhin, meine persönliche Überzeugung auszudrücken, dass dies die beste nationale Abteilung der gesamten Ausstellung ist.“
MURRE CASIMIR LAURIN. Aquarell, Carl Larsson, 1900.
Carl porträtiert den dreijährigen Casimir Laurin, Sohn der Künstlerfreunde und Mäzene Carl G. und Gunilla Laurin, 1900 auf einem Schaukelpferd sitzend. Der Junge in roter Tracht posiert in einem eleganten Raum mit verzierten Holzvertäfelungen. Das Aquarell hat seine Farben, insbesondere Rot und Grün, auf bemerkenswerte Weise bewahrt. Das Werk wird im Nationalmuseum in Stockholm aufbewahrt.
NERIUM INGRID W. Aquarell, Carl Larsson, 1912.
Carl malt Ingrid Waldnér, Nichte des Schwiegersohns Petrus Ranström, der mit Suzanne verheiratet ist. Im feinen Sommerkleid und mit weißer Schleife im Haar steht sie vor der weiß verputzten Atelierwand vor dem Oleanderbusch im Garten von Lilla Hyttnäs. Der Baum steht in voller Blüte mit seinen tiefroten Trauben. Oben auf dem Balkon im Hintergrund steht der zwölfjährige Esbjörn.
„Andere Kinder“ besteht aus 32 Aquarellen, in denen Carl Larsson Kinder aus verschiedenen Umgebungen und Alltagssituationen malt. Indem er die Persönlichkeiten und Ausdrücke anderer Kinder darstellt, zeigt er, dass sein Interesse am Menschlichen über die eigene Familie in Sundborn hinausgeht.
Das Buch erweitert seine Motive, während er seine warme und nahe Sicht auf den Alltag beibehält. Es stärkt die Idee, dass Kindheit, Spiel und menschliche Nähe universelle Themen sind, die es verdienen, in der Kunst hervorgehoben zu werden. Mit „Andere Kinder“ etabliert Carl Larsson die Welt des Kindes als eigenständiges zentrales künstlerisches Motiv.
SELBSTPORTRÄT. Öl, Carl Larsson, 1918.
Carl Larsson malt sein Selbstporträt im Alter von 65 Jahren, ein Jahr vor seinem Tod 1919. Er steht in seinem Atelier im Morgenrock. Im Hintergrund sind Bücher und Gemälde zu sehen, die von seiner künstlerischen Tätigkeit zeugen. Der Geburtstag wird in Sundborn gefeiert, und traditionsgemäß beginnt die Feier am Morgen mit einer Gratulation am Bett. Beim Abendessen am Abend ehrt er Karin mit einem Vers, der endet: „Und danke für Deine Liebe! und danke für Deinen Glauben! Und dass ich hässlicher Kerl mit Dir ein Nest bauen durfte.“
„Ich“ erscheint als Carl Larssons Autobiografie, in der er zum ersten Mal seine eigene Geschichte erzählt. Er schildert offen seine harte Kindheit in den armen Vierteln Stockholms, die Jahre in Paris und Begegnungen mit Künstlern wie Anders Zorn und Albert Engström. Er erzählt von Konflikten mit August Strindberg und von seiner Liebe zu Karin und ihrem Leben in Sundborn.
„Ich“ wird zu einem Schlüssel zum Verständnis seiner Kunst. Hinter den idyllischen Heim- und Familiendarstellungen steht ein Mensch, der Schmerz und Sehnsucht empfunden hat und in der Kunst Sicherheit und Gemeinschaft sucht.